Alpabwasser-Entsorgung
per Pflanzenkläranlage
Pilotanlage auf der Alpe Sonnhalde
Abwasser- wohin mit dem Übel, wenn der Anschluß
an die kommunale Kläranlage geographisch oder
finanziell - unerreichbar - ist. Pflanzenkläranlagen
sind dabei, zum großen Renner zu werden, wenn es
um die dezentrale Entsorgung von Abwässern geht.
Ganz natürlich arbeiten in bepflanzten Klärbecken
Mikroorganismen die Schmutzfracht des Wassers
auf. Aber kann für eine Alpe recht und gut sein, was
für viele Weiler eine Entsorgungsalternative ist?
Ja, behauptet Rolf Scheilheimer, Garten- und Land-
schaftsbauer aus Wildpoldsried. Auf der Alpe
Sonnhalde bei Oberstaufen legte er im August
2002 die höchstgelegene Pflanzenkläranlage an.
Bewährtes System
Das besondere dieser nach dem Schellheimer-
System aufgebauten Anlage:
Zum einen ist der Filterkörper durch den Kiesaufbau
nicht bindig und garantiert damit einen funktions-
sicheren Betrieb.
Zum anderen ist durch das geschlossene Schlamm-
beet eine Schlammaufarbeitung sichergestellt,
die keine Geruchsbelästigung mit sich bringt.
Die Pflanzenkläranlage passend zum Konzept der
Alpe Sonnhalde
Die bisherige Abwasserreinigung über ein Dreikam-
mersystem war unterdimensioniert, eine Schwim-
mfilter- oder Tropfkörperanlage wären vom Betrieb
her teurer gewesen und zudem nicht unabhängig von
Fremdenergie. Die Klärung aus der Kraft der Natur
paßt ins biologische Gesamtkonzept der Alpe, die
dem Demeter-Bioverband angeschlossen ist.





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